In eigener Sache

 

Dies sind meine eigenen und ganz persönlichen Empfindungen und Gedanken, die ich als private Person, Doris Bittkow-Thiel, aufgeschrieben habe.

Im Vorstand der Bezirksgruppe Berlin Brandenburg oder, was mache ich hier eigentlich...?

Das frage ich mich seit einiger Zeit des Öfteren. Vor acht Jahren wurde ich in den Vorstand gewählt, zunächst als Schriftführer, später dann als 2. Vorsitzende.

Man lernt in einem Verein die unterschiedlichsten Menschen kennen. Die Einen, die einfach wirklich nett sind, mit denen man auch privat verkehrt, mit denen man über alles mögliche reden kann.

Und dann gibt es auch die Anderen, die versuchen einen Vorteil aus einer "Freund- oder Bekanntschaft" zu ziehen um an Informationen zu gelangen, die sie sonst gar nicht oder erst später bekommen würden.
Einen Vorteil hat die Vorstandsarbeit auf jeden Fall, man schult seine Menschenkenntnis, auch wenn man mal ge-oder enttäuscht wird.
Wichtige, aber für mich nicht nachvollziehbare Erkenntnis, neutraler Umgang mit Menschen scheint in einem Verein unmöglich zu sein. Redet man mit dem Einen, ist man automatisch der Feind des Anderen.
Und dann gibt es noch das Phänomen, dass man selbst viel weniger über sich weiß als Andere.

Ab und an stelle ich mir die Frage, was ist eigentlich die Aufgabe eines Vorsitzenden und werde ich allen Anforderungen gerecht?

Ich versuche zumindest neben meinem Privatleben, den Jobs und meinen eigenen Hunden, noch ausreichend Zeit zu finden.
DRC Arbeit heißt, viele Telefonate führen, Fragen per Mail zu beantworten, Homepage aktualisieren, Aktivitäten planen, Richter, Helfer und Sonderleiter für Veranstaltungen zu finden. Kurse zusammenzustellen, Ausbilder anschreiben und vieles mehr. Ach ja und am Wochenende sind ja noch meine Kurse die ich gebe....

Da geht jede Menge Lebenszeit in's Land
Dennoch macht es mir wirklich großen Spaß und man bekommt doch auch sehr viel positives Feedback.

Leider gibt es immer wieder Menschen, denen das alles noch viel zu wenig ist. Diese Leute stellen Forderungen, die man als ehrenamtlicher Vorsitzender eines Vereins einfach nicht leisten kann. Der Ruf: "der Vorstand des Vereins müsste dies oder jenes tun" ertönt immer wieder und lässt einen doch manches Mal verzweifeln. Nicht wir der Vorstand sind der Verein, sondern alle Mitglieder, die sich wegen unseres gemeinsamen Hobbys, diesem angeschlossen haben. Wenn wir etwas ändern oder voranbringen wollen, muss sich jeder Einzelne, bzw. müssen wir uns alle gemeinsam bewegen!

Viele Dinge, unter anderem auch das Vereinsleben, haben sich im Laufe der Jahre geändert. Manches zum Vorteil, manches aber auch zum Nachteil. Das Anspruchsdenken der Menschen nimmt leider immer mehr zu und das Ehrenamt wird als selbstverständliche Dienstleistung gesehen.


Es liegt an jedem Einzelnen das Beste für sich und vielleicht auch für Andere daraus zu machen.

Ich für meinen Teil werde auch weiterhin mit Rat und Tat als 2. Vorsitzende zur Verfügung stehen, denn die Freude an der Vereinsarbeit überwiegt noch immer.

 

 

 

- 2 -
www.faszination-labrador.de Doris Thiel